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CompactPCI Serial

Digital-KompenDium // CompaCtpCI SerIal Ethernet CompactPCI PlusIO definiert insgesamt zwei Ethernet-Schnittstellen an der Backplane. Wie bei PICMG 2.16 basiert Ethernet hierbei auf den IEEE-802-Standards für Kupferkabel. Warum BASE-T? Bewusst hat sich die Arbeitsgruppe gegen spezielle Standards für Backplanes entschieden wie diese noch bei AdvancedTCA oder MicroTCA benutzt wurden. Diese speziellen Standards – 1000BASE-BX (1 GBit/s) und 10GBASE-BX4 (10 GBit/s) – verwenden zwei bzw. acht differenzielle Paare zur Übertragung und benötigen hierfür spezielle PHYs. Der PHY ist die physikalische Schnittstelle, also der Interface-Baustein zwischen dem eigentlichen Ethernet-Controller und dem Übertragungsmedium. In der Regel sind Ethernet-Verbindungen bei AdvancedTCA oder MicroTCA redundant ausgeführt. CompactPCI PlusIO hingegen benutzt die gebräuchlichen „BASE-T“-Standards, also 10/100/1000BASE-T und 10GBASE T. Diese basieren auf vier differenziellen Verbindungspaaren. Neben induktiver Kopplung ist auch die einfache kapazitive Kopplung möglich. Die Standards sind ohne Software-Aufwand untereinander interoperabel (Autonegotiation). Ab 1000BASE-T ist in der Regel bereits Fehlertoleranz innerhalb einer Verbindung gegeben. So bauen beispielsweise Bild 1: Feste Pinbelegung am Stecker J2 mit CompactPCI PlusIO moderne 1000BASE-T-PHYs bei einer Störung eines Adernpaars zumindest eine 100BASE-T-Verbindung auf. Die Diagnose- Fähigkeit von BASE-T-PHYs lässt kaum Wünsche offen.


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